Von akaus

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Presseecho:

Let’s get loud
10.04.2007 / Lokales

“Wir haben im vergangenen Jahr festgestellt, dass der Ostermarsch junge Menschen nicht mehr so anspricht wie früher”, erklärte Paul Erzkamp. Vor einem halben Jahr habe man sich dann zu einer Kombination von Kultur und Friedensbewegung entschieden. Zumindest Samstag ging dieses neue Konzept auf. “Es haben sich viel mehr Bands bei uns gemeldet als auftreten konnten”, sagte auch Mitveranstalterin Nina Seigerschmidt von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten.

Gemeinsam mit dem Friedensforum Gelsenkirchen und dem Bündnis gegen Rechts hatte man sich schließlich für die Bands AKT04, Torpedo Monkeys, Ende offen und Straight Head Case entschieden. Alle Protagonisten verzichteten dabei auf eine Gage. Die Band Crash Casino sollte als Headliner auftreten, musste jedoch aus persönlichen Gründen kurzfristig absagen. Bevor der Musikpavillon im Stadtgarten jedoch zur Rockbühne wurde, richtete Leo Kowald vom Friedensforum sein Wort an die Feierwütigen.

Er erinnerte an die Entstehung der Ostermärsche 1958 in England und erläuterte die Herkunft des Symbols der Friedensbewegung. Getreu dem Motto “Seid laut gegen Krieg” forderte er den Abzug aller deutschen Truppen im Ausland. Der Funke aufs altersmäßig bunt gemischte Publikum wollte aber erst mit dem Auftritt der vier Bands so richtig überspringen.

Das zeigt auch der Umstand, dass zur Friedenskundgebung am Sonntag nur eine Hand voll junger Menschen, die Tags zuvor an gleicher Stelle noch so kräftig gefeiert hatten, den Weg zum Stadtgarten erneut fand. Die Veranstalter wollen das Festival nach der Auftaktveranstaltung nun dauerhaft in Gelsenkirchen etablieren. ps
Eine laute Mischung aus den Chartstürmern Arctic Monkeys und den Torpedo Boys: die Torpedo Monkeys aus Gelsenkirchen bei ihrem Auftritt im Stadtgarten. Foto: WAZ, Thomas Schild”

Laut gegen den Krieg
28.03.2007 / Lokales

Stell dir vor, es ist Ostermarsch – und Tausende gehen hin. Von dieser Vision hat sich das Friedensforum Gelsenkirchen für die traditionelle Veranstaltung an Ostersonntag im Stadtgarten verabschiedet. Was aus Sicht der Organisatoren um Leo Kowald aber nichts an der Wichtigkeit dieser Form des Protests ändert. Und in diesem Jahr gibt’s sogar noch eine Zugabe.

“Seid laut gegen Krieg” heißt Ostersamstag, 7. April, ab 17 Uhr das Motto im Pavillon des Stadtgartens. Vier laute Bands hat das (Personen-)”Bündnis gegen Rechts” für dieses Rockfestival “gegen Krieg und Faschismus” verpflichtet: Crash Casino, Ende Offen, Straight Head Case und Akt 04. Mit diesem Angebot sollen auch verstärkt jüngere Leute angesprochen werden, so Mitorganisator Paul Erzkamp. Der “richtige” Ostermarsch Rhein-Ruhr steht in diesem Jahr unter dem Motto “Kriege beenden!” Doch neben Ansinnen wie “fairen Verhandlungen mit dem Iran” oder “Abzug aller deutscher Truppen aus Afghanistan” wird in Gelsenkirchen noch eine weitere Forderung laut: “NPD-Verbot jetzt!”. Zu diesem Thema wird Alice Czyborra von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) reden. Die Organisation hat eine Initiative zum Verbot der rechten Partei gestartet.

In Gelsenkirchen habe die NPD bisher keine Strukturen aufgebaut, sagt Paul Erzkamp. Aber: In Nachbarstädten wie Marl und Recklinghausen seien Rechtsradikale durchaus aktiv – unter anderem auch durch gewalttätige Übergriffe. loc”


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